Rom – ein unvergesslicher Städtetrip

Also das mit Rom, das war Liebe auf den ersten Blick. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, der Petersdom und den vatikanischen Museen hat Rom endlose weitere Schätze zu bieten. Wir waren im Sommer insgesamt sieben Tage in der italienischen Hauptstadt und wir hätten auf jeden Fall auch noch einige Tage bleiben können! Unsere Reisezeit, Ende August, war genau richtig für den Städtetrip: Die Metropole war nicht so überlaufen, wir hatten vor den großen Sehenswürdigkeiten kaum Wartezeiten und das Wetter war ein Traum.

Hier kommen sieben Tipps, die wir abseits von den Touristenattraktionen auch auf jeden Fall empfehlen können:

1. Die Via Appia Antica entlangfahren…

Via Appia Antica Fahrradtour.JPG

Mit dem Fahrrad die Via Appia Antica entlangfahren und sich auf den Spuren der alten Römer begeben – das macht echt Laune! Kaum zu glauben, dass man nur wenige Minuten von Roms belebter Innenstadt entfernt ist. Hier kommt richtiges Urlaubsfeeling auf – Zypressen und antike Ruinen säumen die Straße. Wir haben unter der Woche eine kleine Fahrradtour mit Picknick gemacht und hatten die Straße fast für uns alleine. Diesen Ausflug können wir echt empfehlen, vor allem, wenn man eine Auszeit vom turbulenten Stadtleben braucht.

Man kann sich im „Appia Antica Caffè“  Fahrräder ausleihen. Die Preise sind stündlich gestaffelt, wir haben für drei Stunden etwa 10 Euro gezahlt. Die Räder waren top in Schuss und mit Körbchen und Schloss ausgestattet.

Auf der Homepage findet man Infos zu den Öffnungszeiten und wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut hinkommt.

Appia Antica Caffé
Via Appia Antica 175

 

2. Nach Ostia Antica fahren und einen Abstecher ans Meer machen…

Ostia Antica Rom.JPG

Ostia Antica ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die alte Hafenstadt ist ein echtes Highlight, die riesige Ruinenstadt ist neben Pompeji und Herkulaneum eine der besterhaltenen römischen Siedlungen. Hier bekommt man ein richtiges Gefühl dafür, wie die Römer früher gelebt haben. Ostia Antica hat eine eigene kleine Zugstation, von der man in wenigen Minuten die Grabungsstätte erreicht. Mit der gleichen Verbindung kann man dann auch weiter bis nach Lido di Ostia, um einen Abstecher ans Mittelmeer zu machen. Hier sollte man nicht allzu große Erwartungen haben, doch für einen kurzen Sprung ins kalte Nass reicht es allemal. Wer richtiges Strandfeeling haben möchte, sollte mehr Zeit einplanen und noch etwas weiter außerhalb fahren.

3. Abendessen in Travestere…

Trastevere Rom La Prosciutteria.JPG

Das Viertel Travestere eignet sich zum Essen gehen ganz besonders gut. Travestere ist ein lebhaftes, buntes Viertel mit  kleinen Straßen, viel Streetart und zahlreichen Restaurants. Hier kann man sich einfach Treiben lassen, den Straßenmusikern lauschen und das „dolce vita“ genießen.

„La Prosciutteria“ ist ganz besonders zu empfehlen. Hier kann man sich eine Platte mit leckeren Köstlichkeiten bestellen, die je nach Hunger in der Größe variiert. Der Schinken ist wirklich einmalig lecker! Das Ambiente ist einzigartig, mit lässiger Einrichtung und lockerer Atmosphäre. Die Platten sind zwar nicht unbedingt günstig, aber echt richtig fein. Leider ist das Platzangebot sehr gering, also muss man manchmal etwas länger auf einen Sitzplatz warten.

La Prosciutteria
Via della Scala 71

 

4. Das Pantheon besichtigen…

Pantheon Rom Kirche.JPG

Das Pantheon ist eines unserer Lieblingsbauwerke. Hier ist die römische Baukunst zum Greifen nah – 2000 Jahre ist der Allgöttertempel alt und eines der besterhaltenen  Architekturen. Da das Pantehon direkt im Zentrum liegt, haben wir fast jeden Tag vorbeigeschaut und die besondere Atmosphäre dieses architektonischen Meisterwerks genossen. Der Eintritt in das Pantheon ist frei, manchmal muss man jedoch mit Wartezeiten rechnen. Da es zu einer Kirche umfunktioniert wurde, muss man die Kleidungsregeln beachten und leise sein.

5. Auf der Suche nach dem besten Eis…

Beste Eisdiele Rom Giolitti.JPG

Während den sieben Tagen in Rom haben wir uns redlich bemüht, die beste Eisdiele in ganz Rom zu finden und fleißig getestet. In Rom fangen die Eisbestellungen erst bei zwei Sorten an, bei der riesigen Sortenauswahl ist das aber auch kein Wunder. Zwei Eisdielen haben uns besonders überzeugt:

„Giolitti“ gilt als eine der berühmtesten Eisdielen auf unserm Planeten und das zurecht! Vor der Theke tummeln sich Menschen aus aller Welt, um das leckere Eis zu genießen. Die Auswahl an Sorten ist gigantisch und wir waren mehr als einmal da!

Giolitti
Via Uffici del Vicario 40

 

Die Bio-Eisiele „Fonte della Salute“ in Travestere bietet sich perfekt für einen Abstecher nach dem Abendessen an. Eis ist schließlich der perfekte Nachtisch. Hier ist für jeden etwas dabei, neben extravaganten Sorten wie Apfel-Zimt und Ananas-Basilikum, gibt es sogar vegane und zuckerfreie Sorten.

Fonte della Salute
Via Cardinale Marmaggi 2

6. Kleine Bistros besuchen…

Le Foodie Restaurant in Rom.jpg

In Rom kann man ganz besonders gut in kleinen Straßenläden und Bistros einen Snack genießen. Vor den großen Restaurants mit Touristenmenüs sollte man sich besser fernhalten. Hier möchten wir euch zwei kleine Läden besonders ans Herz legen:

„Le Foodie“ ist ein kleines Bistrocafé mit moderaten Preisen etwas außerhalb von der Innenstadt. Man sitzt in einem kleinen gemütlichen Pavillon und abends gibt es oft Live-Musik. Der Büffelmozzarella ist hier besonders zu empfehlen. Jedoch ist es auch etwas außerhalb an der Stadtmauer gelegen, ein Abstecher lohnt sich, wenn man gerade in der Nähe ist.

Le Foodie Cafè Bistrot
Piazzale Appio 9

 

Die „Lost Food Factory“ ist ein kleiner Laden ganz in der Nähe des Pantheons. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Paninis, die frisch direkt nach der Bestellung zubereitet werden. Es ist ein kleiner authentischer Laden mit superfreundlichem Personal, dass neben den ganzen Touri-Restaurants ein echtes Unikat darstellt. Leider gibt es nicht viele Sitzplätze, aber man kann die belegten Baguettes auch ohne Probleme mitnehmen.

Lost Food Factory
Via della Madalena 50

 

7. Durch das Schlüsselloch schauen…

Schlüsselloch Rom Petersdom.JPG

Der Weg auf den Aventin lohnt sich nicht nur wegen des schönen Orangenbaumgarten, hier hat man auch ein phänomenales Panorama mit der Stadt und dem Tiber im Vordergrund. Ein weiteres Highlight ist der Blick durch das Schlüsselloch „Il buco“ mit Aussicht auf den Petersdom. Durch die Sträucherarkaden wirkt es, als wäre dieser zum Angreifen nahe. Es handelt sich übrigens wirklich um ein Schlüsselloch am Tor eines Malteserordens! Am besten vorher schon die Kamera einstellen, denn hier  hat sich schnell eine Schlange gebildet.

Il Buco Della Serratura
Piazza dei Cavalieri di Malta

 

Wart ihr schon mal in Rom? Was sind eure Lieblingsplätze?

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